Pressemitteilung vom 18.10.2017

"Der Region etwas zurückgeben"

Bürgerstiftung der Volksbank Staufen übergibt Spenden in Höhe von 12 500 Euro.

Spendenübergabe der Bürgerstiftung Staufen (von links): Thomas Lienhard (Stiftung), Lothar Möhrke (Jugendförderkreis), Helmut Bühler (Stadtbild), Bernhard Grotz (Schlosskonzerte), Heinrich Ulmann (Stiftung), Ricarda Gollnau (Hort), Armin Wiesler (Schelmen), Christoph Zacharias (Arche), Joachim Baar (Musikschule), Bettina Hofmann (Voba), Erika König (Tafel), Karin Seebert (SkF), Erhard Stoll (Stiftung), Tanja Bregenhorn (Voba) Foto: H.-P. Müller

STAUFEN. Helmut Bühler saß schon im Ausflugsbus, als er die Kleinanzeige las: "Staufener Steintrog zu verkaufen". Über das Handy konnte der Vorsitzende beim Verein Staufener Stadtbild den Sandsteintrog aus dem Jahr 1892 vor dem Verkauf in die Schweiz retten. Inzwischen macht sich das historische Artefakt prächtig vor der Fark’schen Mühle in Staufen.

Möglich machte den Ankauf eine Spende der Bürgerstiftung der Volksbank Staufen. Zur offiziellen Übergabe dieser und weiterer Spenden im Gesamtwert von 12 500 Euro war am Dienstagvormittag in den Sitzungssaal des Verwaltungsgebäudes in Staufen geladen. Vorstandsvorsitzender Erhard Stoll freute sich darüber, dass man trotz des dauerhaft niedrigen Zinsniveaus wieder zehn Organisationen bedenken konnte, da das Kapital der 2011 gegründeten Stiftung mittlerweile auf 1,5 Millionen Euro angewachsen sei. "Da wir mit unserer eher konservativen Vorgehensweise Glück hatten und gute Gewinne gemacht haben, wollen wir der Region etwas zurückgeben und unterstützen neben unserem Sponsoring insbesondere im kulturellen Bereich mit gut 80 000 Euro nun durch die Stiftung wieder Organisationen, die besonders Gutes tun", so Stoll, der ankündigte, dass man das Stiftungskapital möglichst rasch auf zwei Millionen Euro aufstocken wolle.

Für die Schelmenzunft Staufen stellte Armin Wiesler fest, dass sein Verein die Spende für den weiteren Ausbau der Zunftscheuer verwenden wird, die zur beliebten Heimstätte der Staufener Fasnet geworden sei. Joachim Baar von der Jugendmusikschule Südlicher Breisgau kündigte an, dass das Geld im Jubiläumsjahr 2018, wenn die JMS 40-jähriges Bestehen feiere, sozial benachteiligten Schülern zugutekomme. Beim Verein für die Schlosskonzerte Bad Krozingen will man das Geld dazu verwenden, Kinder und Jugendliche an das Thema "Alte Musik auf alten Instrumenten" heranzuführen, etwa durch eine Smartphone-App, wie Bernhard Grotz feststellte. Lothar Möhrke und Ricarda Gollnau vom Jugendförderkreis Bad Krozingen und dem dort betriebenen Hort wollen weitere Projekte wie das der "Stillen Jungs" fördern, bei dem Bewegung mit Konzentration gepaart wird. Erika König von der Staufener Tafel stellte fest, dass "wir leider einen immer größer werdenden Zulauf haben, insbesondere von Älteren, deren Rente so niedrig ist, dass sie nicht einmal das Geld für den Bürgerbus haben, um nach dem Einkauf bei uns wieder nach Hause zu fahren". Hierbei helfe nun die Spende.

Karin Seebert für den Sozialdienst katholischer Frauen und Christoph Zacharias von dem vom SkF betriebenen Hort Arche in Bad Krozingen setzen das Geld für Bildungszwecke ein und wollen etwa dafür sorgen, dass Flüchtlingskinder nicht abgehängt werden. Verhindert war Rektor Klaus Hotz vom ebenfalls bedachten Förderkreis der Malteserschule in Heitersheim. Der Waldkindergarten Grunern soll seine Spende demnächst bei einer Pflanzaktion bekommen.

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung.
von: Hans-Peter Müller