Pressemitteilung vom 17.02.2017

Volksbank Staufen mit Rekordergebnis

Vorsteuergewinn steigt 2016 auf fast 18 Millionen Euro / Treue zum Geschäftsmodell mit größtmöglicher Kundennähe zahlt sich aus.

STAUFEN. Hier geht eine Bank unbeirrt ihren ganz eigenen Weg. Und das mit Erfolg. Mit wachsendem Erfolg sogar. In Zeiten, in denen andere Geldhäuser ihr Heil in immer größeren Fusionen suchen, stetig an der Kostenschraube drehen und sich aus der Fläche zurückziehen, vertraut die Volksbank Staufen weiterhin auf Verlässlichkeit und die Nähe zum Kunden. "Wir leben unter unseren Kunden und unser Geschäftsmodell ist vollumfänglich auf den Kunden fokussiert," so Vorstandsvorsitzender Erhard Stoll am Donnerstag beim Pressegespräch zur Bilanz 2016.

Dementsprechend wird es bei der Volksbank Staufen auch keine reduzierten Öffnungszeiten geben und keine Pläne, dies in Zukunft zu tun, so Stoll. "Gerade in den letzten Monaten und vor allem jetzt am Jahresanfang haben wir eine sehr große Zahl an Neukunden gewinnen können," freut sich Stoll, darüber, dass die Kunden, insbesondere ältere, das weiter umfangreiche Serviceangebot und die persönliche Beratung in den acht Zweigstellen offensichtlich zu schätzen wissen. "Empathie und Emotionalität kann die beste Maschine nicht leisten," ist Stoll überzeugt, der der Volksbank Staufen bereits seit 1982 vorsteht. Er ist sich sicher, "dass uns der Kunde die Treue hält, wenn wir ihm Treue versprechen. Und das tun wir."

Sein Vorstandskollege Jörg Straub ergänzt die selten gewordene Philosophie seines Geldhauses: "Wir werden nicht anfangen, beim Kunden einzusparen und nehmen deshalb auch auf keinen Fall Minuszinsen und unsere Ergebnisse belegen, dass man auch gut ohne auskommt."

Einlagen und Kredite
Es ist das klassische Bankgeschäft, das im Mittelpunkt steht. Man sammelt auf der einen Seite Einlagen der Kunden ein und vergibt auf der anderen Seite Kredite. Dass eine solche traditionelle Arbeitsweise auch zum Erfolg führen kann, belegen die Zahlen: Die Kundeneinlagen inklusive Inhaberschuldverschreibungen stiegen im Jahr 2016 um 4,4 Prozent auf 495 Millionen Euro. Die Kunden vertrauten der Volksbank also fast eine halbe Milliarde Euro an. Kredite vergab man in Höhe von 292 Millionen Euro, eine leichte Steigerung um 1,3 Prozent. Daraus ergab sich letztlich ein um 1,9 Prozent auf 21,5 Millionen Euro gewachsener Zinsüberschuss, und das "obwohl auch wir die Niedrigzinspolitik der EZB nicht immer verstehen," so Erhard Stoll. Stolz sei man nicht zuletzt über den überdurchschnittlich um fast 13 Prozent gestiegenen Provisionsüberschuss und das Rekordvorsteuergebnis von fast 18 Millionen Euro, was eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von fast 22 Prozent bedeute. Steuern habe man 5,4 Millionen Euro bezahlt, gut eine Million mehr als im Vorjahr, "womit wir einen wichtigen Beitrag zur Infrastruktur in der Region leisten," so Stoll.

Soziales Engagement
Doch nicht nur durch die Steuerzahlungen trägt die Volksbank zum Gemeinwohl bei. Seit 2011 unterhält sie eine Bürgerstiftung, die im vergangenen Jahr wieder 12 000 Euro ausschüttete für "gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke und Projekte von Bürgern und Vereinen, die das Gemeinwohl unserer Region fördern", wie es im Stiftungszweck heißt.

Digitalisierung und Zukunft
Wie verträgt sich ein so stark auf persönliche Beratung und klassisches Sparen ausgerichtetes Geschäftsmodell mit der zunehmenden Digitalisierung? "Natürlich sehen wir das Thema Digitalisierung. Allerdings interpretieren wir diese Anforderung völlig anders," sagen die Vorstände Stoll und Straub. "Die Digitalisierung hilft uns, die Prozesse noch effizienter abzuwickeln und eine gute Kommunikation innerhalb des Hauses und zu unseren Kunden aufzubauen." Doch die direkte Betreuung der Kunden könne man auf digitalem Weg nicht ersetzen, wie die zunehmende Kundenfrequenz deutlich belege. Deshalb setze man auch stark auf Fortbildung der Mitarbeiter, damit diese vor Ort auf allen Geschäftsfeldern kompetent agieren und selbst einfache Baufinanzierungen eigenständig abwickeln können. "Auf diesem Hintergrund denken wir auch darüber nach, unseren Personalbestand in Zukunft eher sukzessive zu erhöhen, weil wir den Bedarf der Kunden ganz deutlich erkennen," so Stoll.


Die Dividende
Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung wird man der Vertreterversammlung eine Dividende von 7 Prozent vorschlagen und die restlichen Überschüsse zur Steigerung des Eigenkapitals nutzen.
 

Die Volksbank Staufen unterhält neben der Zentrale in Staufen am Marktplatz Geschäftsstellen in Bad Krozingen, Oberkrozingen, Ballrechten-Dottingen, Ehrenkirchen, Heiterheim, Münstertal und Sulzburg.

 

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung.
von: Hans-Peter Müller